veganes Rührei

Veganes Rührei – der beliebte Klassiker ohne Ei

Veganes Rührei: Eine leckere Alternative, garantiert tierfrei

Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine vegane Lebensweise und lehnen dementsprechend den Verzehr von Eiern ab. Doch auch zahlreiche Nicht-Veganer wollen oder müssen ihren Eierkonsum reduzieren, zum Beispiel aufgrund von Allergien oder wegen eines erhöhten Cholesterinspiegels. Es muss jedoch niemand auf ein deftiges Rührei zum Frühstück oder Abendbrot verzichten – dank verschiedener leckerer Rührei-Rezepte, für die kein einziges Ei verwendet werden muss!

 

Veganes Rührei

Die Basis für dieses Grundrezept ist Tofu. Wir verwenden hierzu klassischen, schnittfesten Tofu, wie man ihn mittlerweile in jedem Supermarkt bekommt. Der Tofu wird in grobe Würfel geschnitten und anschließend mit einer Gabel zu einer krümeligen Masse zerdrückt. Die Tofukrümel mischen wir mit dem Kurkuma und geben das Kala Namak hinzu. Kala Namak ist ein vulkanisches Steinsalz, das – ebenso wie all unsere anderen Salze – in genau dieser Form in der Natur vorkommt und dementsprechend weder bearbeitet, aromatisiert noch anderweitig verfälscht wird. Es ist nicht nur ein fester Bestandteil der ayurvedischen Küche und in Indien sehr beliebt, sondern verleiht dem Rührei eine wunderbar „eiartige“ Note. Das natürliche Eisenoxid im Inneren der Salzkristalle macht das Kala Namak zudem gerade für vegan lebende Menschen zu einem wertvollen Nährstofflieferanten.

Nun erhitzen wir das Öl bei mittlerer Hitze in einer Pfanne. Sobald es sich leicht über den Pfannenboden verteilen lässt, geben wir die gewürzten Tofukrümel hinzu und braten sie knusprig an. Wir schneiden die Tomate in kleine Würfel und rühren zwischendurch die Tofumischung mit einem Holzlöffel immer wieder um, damit nichts anbrennt. Wenn das Rührei leicht zu duften beginnt, geben wir die Tomatenwürfel hinzu und schmoren das Ganze noch für etwa fünf Minuten weiter.

Schließlich wird das Rührei auf zwei Teller verteilt und mit den gehackten Kräutern garniert. Besonders lecker wird das deftige Frühstück, wenn sich jeder sein Rührei selbst am Tisch noch mit erlesenen Fingersalzen nach Belieben verfeinern kann. So unterstreicht etwa das Portugiesische Quellwassersalz die zart-rauchige Note des Gerichtes. Oder man sorgt mit dem Alaea Red für einen hübschen Farbtupfer, der darüber hinaus noch eine leckere, delikat süßliche Note verleiht.

Zutaten für 2 Personen

• 400g Tofu
• 1 TL Kurkuma (für das Auge)
• 1 TL Kala Namak (für den Geschmack)
• 1 EL Pflanzenöl
• 1 Tomate
• 2 EL gehackte Kräuter (gut geeignet sind Schnittlauch und/oder glatte Petersilie)
• Nach Belieben: Portugiesisches Quellwassersalz und/oder Alaea Red

Veganes Rührei ohne Soja

Wer – zum Beispiel aufgrund einer Nahrungsmittelunverträglichkeit – auf Soja verzichten muss, kann sein veganes Rührei auch ganz ohne Tofu zubereiten. Die beste Alternative ist Kichererbsenmehl, das man im Bioladen oder in gut sortierten Supermärkten bekommt (wer einen leistungsstarken Mixer oder eine Getreidemühle sein eigen nennt, kann auch die entsprechende Menge getrocknete Kichererbsen mahlen, bis ein feines Mehl entstanden ist). Wir mischen es in einer Schüssel mit dem Wasser, der Pflanzenmilch und dem Kala Namak und rühren mit einer Gabel kräftig durch, bis keine Klümpchen mehr sichtbar sind. Die Mischung sollte nun einige Minuten quellen und eine cremige Konsistenz bekommen; falls es zu fest wird, kann noch etwas Wasser oder Pflanzenmilch hinzugefügt werden. Das Öl wird in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmt und im Anschluss der Teig hineingegeben; danach kann die Hitze reduziert werden. Die Teigmasse sollte von unten etwas anbräunen und leicht knusprig werden. Anschließend wenden wir das Ganze mit einem Pfannenwender (falls es dabei zerfällt, ist das kein Problem!), bräunen auch die Rückseite an und „zerpflücken“ das Rührei dann wie einen Kaiserschmarrn zu mundgerechten Stücken.

Abschließend wird das Gericht noch einmal mit Kala Namak leicht abgeschmeckt und auf zwei Teller verteilt. Die halbierten Kirschtomaten richten wir daneben an und bestreuen sie mit Flor de Sal. Auch hier bietet es sich an, verschiedene Salze auf dem Tisch bereit zu halten, damit sich jeder sein Rührei individuell verfeinern kann. Zum Beispiel mit Alpen Gold aus der Salzmühle, das auch Bergkernsalz genannt wird und dem Kichererbsen-Ei eine sehr feine Würze verleiht. Oder mit dem rosafarbenen Fingersalz Murray River aus Australien, dessen zarte Flocken angenehm mild schmecken.

Zutaten für 2 Personen

• 150g Kichererbsenmehl
• 400ml Wasser
• 3 EL Pflanzenmilch (z. B. Mandel- oder Reismilch)
• 1 TL Kala Namak
• 1 EL Pflanzenöl
• Eine Hand voll Kirschtomaten, halbiert
• 1/2 TL Flor de Sal
• Nach Belieben: Alpen Gold und/oder Murray River

Guten Appetit!